Einst von indianischen Völkern und Stämmen übernommen, finden sich auch in Europa immer häufiger die wunderschön verzierten Traumfänger in Zimmer, auf Terrassen und Balkonen. Sie hängen an Fenstern innen wie außen, oder zieren Zimmerdecken und hängen in unmittelbarer Nähe zu Betten. Letzteres macht allerdings auch Sinn. Schließlich sollen die Traumfänger in ihrer Bedeutung die Menschen davor schützen, mit Alpträumen geplagt zu sein.

Sie sollen die bösen Geister fernhalten und für einen friedfertigen und wohlbehüteten Schlaf zulassen. Und sollte es ein schlechter Traum trotzdem wagen den Schlafenden stören zu wollen, so verfängt sich dieser im Gespinnst des meist sehr dekorativ bestückten Traumfängers und verflüchtigt sich bis zum Morgen dann. So zumindest galt der Glaube der indianischen Völker bezüglich dieser schönen Mobiles zum Aufhängen.

Mehr, als nur Deko

Heute findet man Traumfänger in Shops und Co. en Masse und in allen erdenklichen Variationen. Hängt man sie dekorativ auf, Sie hauchen dem Zimmer eine wenig Bohemienstyle und Natürlichkeit ein. Der Traumfänger an Fenstern, über dem Bett, an Zimmerdecke, oder auch an der Wand, ist mittlerweile hierzulande kein seltenes Bild mehr. Als dekoratives Utensil oder eben doch als Mittel zum Zweck, ums ich vor bösen Träumen und Geistern im Schlaf schützen zu können. Die Traumfänger sind Gang und Gäbe und es gibt sie in den unterschiedlichsten Farben, Gestaltungen, Designs und Größen. Auch Traumfänger im Kinderzimmer sind kein seltenes Bild mehr. Schließlich will man auch den Kindern einen guten und völlig sanften und unbeschwerten Schlaf bescheren können. Und sei es eben durch dieses sehr ursprüngliches und traditionsreiches Utensil indianischer Ureinwohner.

Bedeutung und Sinn

Die klassischen Traumfänger indianischer Völker bestanden im Wesentlichen aus kreisrunden Ringen, die aus Weidenholz gebogen und zusammengefügt wurden. Der symbolische Kreis steht fpr den Kreislauf des Lebens und soll das Gute in seinen Bann ziehen können. Die Netze des Traumfängers, in denen sich die schlechten Träume und Geister verfangen sollen, bestanden damals aus Darmschnüren oder sogar aus Sehnenfäden tierischem Ursprungs. Heute werden sie meist durch Kunststofffäden ersetzt. Im angefertigten Spinnennetz sollte sich das Böse schlussendlich verfangen und erst wenn die ersten Sonnenstrahlen auf das Gespinnst des Netze schienen, verschwanden die bösen Mächte und lösten sich ins Wohlgefallen auf. Mit Perlen und Federn verziert bekam der Traumfänger seine schöne Optik und auch Leder oder andere Naturprodukte wurden zusätzlich an die Kreisformationen des Traumfängers angebracht. Auch ihnen wurde eine besondere Bedeutung bescheinigt. Denn wenn sich doch einmal ein guter Geist und Traum im Netz verfangen sollte, so könnte er ganz einfach an den Perlen oder den Feder weich uns samt zurück zum Schlafenden gleiten . Eine schöne Vorstellung, nach der indianische Völker heute noch festhalten und ihre Traumfänger noch exakt nach diesen Vorgaben basteln.

In der Nähe des Bettes

Traumfänger sollten demnach schon in der Nähe des Schlafenden o der des Bettes angebracht sein. Nur dort können sie nach indianischem Brauch ihre Dinge verrichten. Desto mehr Federn übrigens am Traumfänger befestigt werden, umso häufiger träumen wir gut. So zumindest soll der Bedeutung nach der Traumfänger am beste4n funktionieren.