Kreative Köpfe sind nicht nur im Marketing gefragt. Insbesondere in der Entwicklung von Produkten sowie OEM Geräten werden Spezialisten gesucht, die nicht nur Produkte und Lösungen entwerfen, sondern diese auch marktgerecht bewerten. Es ist vor allem die Nachfrage, die berücksichtigt werden muss, denn ein Produkt kann aus Sicht des Entwicklers noch so gut sein, wenn dahinter kein Kaufpotential steckt. Die Entwicklung erfolgt daher im Vorfeld ausgiebig mit der Geschäftsleitung und dem Marketing. Sog. „Original Equipment Manufacturer“ Geräte, sprich OEM Geräte, sind in der Industrie anzutreffen. Das sind Produkte, Komponenten oder Gerätschaften, die von Industrieunternehmen im Auftrag von Markenunternehmen hergestellt und nicht im eigenen Namen auf den Markt geworfen werden. Zur Ideenfindung agieren zum einen die Industrieunternehmen selbst, d.h. diese entwerfen Vorschläge und Ideen und stellen diese den eigentlichen Vertriebsunternehmen vor oder sie erhalten selbst Aufträge für die Serienfertigung.
Die Entwicklung von OEM Produkten ist anspruchsvoll und bis ein Produkt auch tatsächlich im Handel käuflich zu haben ist, vergehen oftmals mehrere Jahre. Letztlich sind es dann Konstrukteure, i.d. Regel Ingenieure, die OEM Geräte am Computer mittels CAD simulieren. Anschließend wird eine entsprechende Machbarkeit geprüft, das Werkzeug für den Prototypen gefertigt und ein erstes Muster an den Kunden übermittelt. Sofern das OK feststeht, kann die Serienproduktion starten. Im letzten Schritt zählt dazu auch die Überlegung der Supply Chain, d.h. wie erfolgt die Lieferung ab Werk zum Markenunternehmen und im letzten Schritt zum Kunden. Professionelle Hersteller bieten hierzu Lösungen an. Diese beginnen oftmals bereits bei der Verpackung und anschließenden Logistik.

Ein Beispiel für ein professionelles mittelständisches Unternehmen, das wir in unserer Online-Recherche gefunden haben, ist die Firma Gronbach, die eine eigene Entwicklungsabteilung inkl. zahlreicher Simulationsstände und Labore betreibt. Dort werden OEM Geräte zum Teil selbst entwickelt und an entsprechende Bestandskunden vertrieben oder aber Aufträge entgegen genommen. Entstandene Projekte waren z.B. Wärmeschubladen und Vakuumschubladen für Küchen als Built-In Lösung, Kochfelder, Dunstabzüge, Kleingeräte und Kaffeevollautomaten.
Die Kosten einer Geräteentwicklung liegen sicherlich im mehrstelligen Bereich. Die Investition dahinter wird von Finanzexperten berechnet, ebenso von der Geschäftsleitung und Marketingabteilung, die die Nachfrage beurteilen bzw. bewerten.

Als Studium eignen sich vor allem technische Studiengangsrichtungen, z.B. Mechatronik, Ingenieurwesen, Produktentwicklung. Für die Umsetzung, also Produktion von OEM Geräten, sind viele Berufsbilder in der Herstellung ausschlaggebend: vom Werkzeugbauer über den Maschineneinsteller bis hin zum Logistiker.